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Geocaching – ein neuer "Volkssport"? Volkssport.....ja......aber
in diesem Zusammenhang nicht positiv bewertet. Es ist noch gar nicht so
lange her, als dieser doch eigentlich schöne "Sport" ins
Leben trat und anfangs auch sehr viele reichhaltige Erfahrungen und Stunden
bescherte, insbesondere dem Hund. Man kam raus, verbrachte etliche Stunden
in der Natur, lernte viel Wissenswertes und entdeckte Plätze, die
man ohne das Cachen nie zu Gesicht bekommen hätte. Die Cachergemeinschaft wächst stetig - nicht zuletzt dank schier nicht enden wollender obstruser Zeitungsberichte, Reportagen, Volkshochschulkursen etcetc. Ebenso die Anzahl an (teils völlig unsinnigen) Caches. Mittlerweile verbringt man schon praktisch mehr Zeit vor dem Internet, um sich geeignete Caches herauszusuchen, als mit dem eigentlichen Cachen. Da werden Caches an sensiblen Plätzen versteckt, die prompt einen Einsatz von Bombenräumkommandos nach sich ziehen. Muß das sein, Dosen mitten in Bahnhöfen zu verstecken? Da wünschte ich mir doch wirklich, den betreffenden Ownern würden die entstandenen Kosten dafür in Rechnung gestellt - dann hätte dieser Wahnsinn vielleicht endlich ein Ende! Da wird
praktisch öffentlich zu strafbaren Handlungen aufgerufen und man
ist auch noch stolz darauf: Immer schneller, höher, verrückter, gefährlicher.....oder das krasse Gegenteil, immer langweiliger, öder, phantasieloser. Leute, wenn ihr in eurem Leben den "speziellen Kick" braucht oder euch selbst beweisen müßt, dann geht Bungeejumping, kauft euch einen Punchingball oder investiert das Geld in eine Sportausbildung, die euren Gelüsten Rechnung trägt.....aber bitte nicht Klettern. Den anderen sei gesagt, man kann wunderschöne Caches legen, indem man die Stages entsprechend ausarbeitet. Dazu muß man nicht quer durch die Botanik walzen, Jäger, Förster und Naturschutzbehörden verärgern und allenthalben für ein schlechtes Bild sorgen. Und mit
Verlaub: ein einfallsloser T5 im 1000sten Baum ist auch kein Stück
besser als die Dose an der nächsten Leitplanke! Und da sind
wir beim nächsten Problem: die Gier nach dem Cache. Intrigen, gegenseitige Mißgunst, Neid, Aggression, Zerstörungswut, endlose Diskussionen und Streitereien.....haben wir davon eigentlich nicht alle genug in unserem tagtäglichen Leben? Denjenigen, die das ähnlich sehen, sei gedankt. Es gibt sie auch noch, die schönen und tollen Caches, die ursprünglich so fasziniert haben - es dauert nur immer länger, sie herauszufiltern. Den anderen bleibt eigentlich nur zu wünschen, daß sie mit dem, was sie tun, glücklich werden. Ich bin es schon lange nicht mehr, und ergo ziehe ich die Konsequenzen und werde Cachen nur noch dann betreiben, wenn mir durch Zufall mal was Schönes vor Augen kommt. "treemaster" und meine Wenigkeit haben aus eben diesen Gründen alle eigenen Caches archiviert und werden auch sicherlich keine eigenen mehr verlegen, geschweige denn Stunden mit Suchen vor dem Rechner verbringen. Die Zeit nutzen wir lieber sinnvoll und gehen statt dessen Klettern! In
diesem Sinne Susanne Mank-Mayer (espontas) |
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